Dienstag, 19. November 2019


HABERMAS HAT DIE PHILOSOPHIE UND DAMIT SICH SELBST LÄCHERLICH GEMACHT



Dieses Foto wurde vom Suhrkampverlag veröffentlicht (siehe Link unten)


HABERMAS behauptete schon vor Jahren, dass Philosophie heutzutage nur Philosophiegeschichte, Erkenntnistheorie und Philosophien einzelnen Spezialgebiete sein könne, also „kein großer Wurf“, keine Philosophie im eigentlichen Sinne, kein innovatives Gesamtverständnis unserer Existenz mehr möglich wäre. Dies halte ich für dreisten Unsinn, und nur jemand wie HABERMAS, der zugegebenermaßen >immer andere brauchte, um selbst etwas zu verstehen<, also allein nie etwas vermochte, und der folgerichtig die Kommunikation selbst zur Philosophie erhob, musste zu diesen äußerst bescheidenen Schlussfolgerungen und sich selbst „kastrierenden“ Annahmen logischerweise zwingend kommen. Seine diesbezüglichen Erläuterungen sind ein ärmliches und sogar elendes Fazit, und sie sind sogar eine Ausrede für sein eigenes philosophisches Unvermögen.

Auch sein neuestes Werk (HABERMAS: „Auch eine Geschichte der Philosophie“ 2019), das offenbar sein Lebenswerk zusammenfassen soll, ist folgerichtig auch nur eine Philosophiegeschichte und somit keine echte Philosophie. Denn er trägt nur Kommentare zu bestehenden Philosophien vor und leistet keine eigenständige innovative Weiterentwicklung, und er legt erst recht keine neue Gesamtkonzeption vor. Aber nur neue systematische Philosophie wäre echte Philosophie, HABERMAS ist nur ein eigenwilliger Philosophiehistoriker und dabei “ein spitzfindiger Schamane artifizieller Unterstellungen” und somit nicht wirklich ein Philosoph.

Zu kritisieren ist auch, dass HABERMAS in seinem philosophiehistorischen Werk („Auch eine Geschichte der Philosophie“) wiederum selbst einem Mythos zum Opfer fällt: Denn er glaubt angeblich, dass die Vorstellungen der Menschen mit dem, was er als Geistesgeschichte nachzuweisen gedenkt, identisch gewesen wären. Die Fähigkeiten, die wir heute Vernunft nennen, hätten Menschen somit erst gehabt, nachdem diese Begrifflichkeit eingeführt und über Jahrhunderte durch Philosophen nach und nach öffentlich gemacht wurden. Dieser “Eigenmythos der habermasschen Philosophie” ist lächerlich! Denn selbstverständlich haben Menschen schon immer alle möglichen Gedankenspiele und Fähigkeiten gehabt, und dafür war nie die formale Beschreibung irgendwelcher Philosophen oder Theologen notwendig.

Umgekehrt ist das heutige Gerede über Vernunft und dergleichen in keiner Weise weniger manipulativ oder weniger autoritär. Dies wird auch bei HABERMAS überdeutlich, der, >sich selbst anmaßend als Erzieher der Massen dünkend<, diesbezüglich eine geradezu „totalitär priesterliche Deutungshoheit“ beansprucht. Es ist somit irrig zu glauben, dass (ganz allein) aufgrund von Begrifflichkeiten irgendetwas anders wäre. An der mythenhaften Lenkung von Weltbildern und Meinungen, heute nennt man die Legenden “Narrativ” (zunehmend auch "Frame"), hat sich überhaupt nichts geändert. Auch das Ausmaß an “Selbstverwirrung”, “Selbstverfangenheit”, “Selbstverstellung” und einer stets nur “selektiven Kenntnisnahme von Wirklichkeit” dürfte sich nicht verändert haben. Warum auch.

Rationalität beziehungsweise Vernunft oder die von HABERMAS in seinem aktuellen Buch ersatzweise wie Fetische benutzten Begriff “Glaube und Wissen” sind zunächst nur hohle Worte und ein Abstraktum, und nur die jeweiligen inhaltlichen Voraussetzungen und Zielstellungen erhellen den tatsächlichen Kontext und das wirklich vorliegend Gemeinte, und, so verstanden, gab es immer schon Vernunft und ist das aktuelle Geschehen weder mehr noch weniger vernünftig als alles, was in der Vorgeschichte geschah.

Denn >>innerhalb der jeweils existierenden Lebenswelt wird die Ebene des Mythos nie verlassen<<; es ist eine Illusion, die Folge eigener Unerfahrenheit oder sogar eine große Dummheit zu glauben, dass Menschen in Gemeinschaft zu etwas anderem fähig wären, und, wie beschrieben, AUCH UND SOGAR HABERMAS FÄLLT NUR AUF SEINEN EIGENEN MYTHOS HEREIN und steht in keiner Weise distanziert dazu oder “über den Dingen”!

Somit hat HABERMAS auch mit seinem letzten Buch wieder mal nur „einen Purzelbaum geschlagen“, gemeint ist, dass er lediglich das, was als Eigenbild und Selbstverständnis von Philosophen seines Schlages emphatisch, ja sogar „religiös priesterlich“ als gewesene Wirklichkeit geglaubt und (fast schon in liturgischem Form) zelebriert wird, als tatsächlich chronologisches Geschehen einer Selbstentfaltung des Geistes oder einer zuvor offenbar verborgenen Vernunft behauptet, und das ist ein logischer Zirkel, der bestenfalls unterhaltsam und sicher Ausdruck eines „Diskussionsstandes“ bei bestimmten Philosophieprofessoren sein kann, aber substantiell ist dieses ganze Geschwätz leider nicht.

Aus den schlichten Selbstspiegelungen, die HABERMAS lebenslang vortrug, aus dem „logischen Zirkel“, wonach das, was er zufällig mit seinen „Peers“ (HABERMAS selbst hat es so genannt) zur Gewissheit >verklärt und vereinbart< hat, das Wahre und einzig Wahre sei, ergibt sich leider gar nichts! Denn dies ist keine Philosophie, sondern nur “religiöse Attitüde”, also reiner Unfug (für einen Philosophen)!

Wie die Katholische Kirche, die eine vollkommen widersprüchliche Entwicklung ihres Glaubens kurzerhand als stringente Chronologie und Wirken des Heiligen Geistes behauptet, so versucht HABERMAS seit Jahrzehnten mit seinen Zurechtlegungen der Philosophiegeschichte ein Konstrukt und sogar eine Glaubenslehre plausibel zu machen, aus der er dann seine eigenwilligen, willkürlichen und (im beschriebenen Kontext) leider unsinnigen Schlüsse ziehen will. Denn seine “Stellungnahmen zu aktuellen politischen Fragen”, die er in den letzten Jahrzehnten immer wieder lancierte, basieren eben nicht auf systematischen philosophischen Überlegungen, die betrieb HABERMAS nie, sondern sind “Einfälle von der Seite”, also Äußerungen, die HABERMAS in seiner Eigenschaft als gewöhnlicher Stammtischteilnehmer hätte haben können, und entsprechend lebensfremd, unpraktikabel, ahnungslos und bedeutungslos sind seine diesbezüglichen beliebigen Vorschläge (zur Weltverbesserung).

Anstatt die von HABERMAS wieder einmal versuchte Kanonisierung überkommener Selbstbilder (seiner Philosophie) zu repetieren und damit wieder mal einem äußerst bedenklichen Mythos in die Falle zu gehen, hätte HABERMAS gefälligst NEUE PHILOSOPHIE ENTWICKELN MÜSSEN, die das Alte in ganz anderem Licht erscheinen oder besser gänzlich verblassen lässt -; denn nur das zählt; nur das ist GEIST, nur darum geht es! Alte Männer wie HABERMAS, die suggerieren wollen, dass es keine echte Philosophie mehr geben könne und somit nur noch „das vorgeblich kluge Geschwätz“ bleibt beziehungsweise, genauer, eine >>durch sprachlichen Bluff der Öffentlichkeit nicht mehr erkennbare Trivialität<< an die Stelle echter Philosophie zu treten hat, brauchen wir jedenfalls nicht.

HABERMAS HAT KEINEN BEITRAG ZUR AUFKLÄRUNG GELEISTET, sondern nur Unwissenheit und Verwirrung gefördert, weil er >mit seinen sprachlichen Bluffs<, mit seinen überladenen, vorsätzlich sachlich irreführend verfassten Texten beim Bürger den Eindruck erweckte (und erwecken wollte), dass das eigene Urteil der Bürger sicherlich nicht das angemessene und relevante sein könne, sondern HABERMAS selbst der Maßstab sein müsse. Genau dies, die >Zurückweisung (des Bürgers) in die Entmündigung<, die Degradierung des Bürgers zu einer Person, die zwar ihren Verstand gebrauchen soll, aber zugleich als dazu faktisch nicht befähigt eingestuft wird, ist RADIKAL ANTIAUFKLÄRERISCH — HABERMAS IST EINE SCHANDE; er soll sich schämen!

HABERMAS hat die Philosophie und damit sich selbst lächerlich gemacht!


Link zur Verlagsseite (Buchveröffentlichung November 2019):

Link zu den Backups:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen