Mittwoch, 6. November 2019




DIE MORAL DER JUDEN UND DIE DER LUTHERFERNEN NEO-LUTHERANER IN DEUTSCHLAND IST UNVEREINBAR!

Die Selbsttäuschungen sollten beendet werden.




Prof. Dr. Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen

Im Zusammenhang mit Halle und dem jüdischen Versöhnungsfest war in den letzten Tagen von jüdischer Seite, von Prof. Dr. Reinhard Schramm, viel über Liebe, und gemeint war damit die Akzeptanz aller anderen Menschen in gleicher Weise, die Rede.

Aber die Thorapassage, auf die man sich bezog, 3. Buch Moses Kapitel 19 ff., eignet sich für „ein liberales Liebesideal“ genauso wenig wie alle anderen Ausführungen der Thora, die im Judentum als Wort Gottes verstanden werden, weil auch im 3. Buch Moses im Kapitel 19 ff. geradezu seitenweise aufgelistet wird, wer alles unter welchen Umständen aus der Gemeinschaft ausgestoßen und oft sogar gesteinigt werden muss.

So ist im 3. Buch Moses im Kapitel 20 unter Vers 13 beispielsweise zu lesen:
„Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben. Blutschuld lastet auf ihnen.“ (Zitat aus Lutherbibel 1985)

Oder im 3. Buch Moses ist in Kapitel 21 in Vers 7 zu lesen:
„Sie (die jüdischen Männer) sollen keine Hure zur Frau nehmen noch eine, die nicht mehr Jungfrau ist oder die von ihrem Mann verstoßen ist; denn sie (die jüdischen Männer) sind heilig ihrem Gott“.

Judentum ist somit ein vollkommen anderes „Konzept“, mit dem „liberalen Zeitgeist der Gegenwart“ hat es ganz offensichtlich nichts zu tun.

Auch der von Prof. Dr. Reinhard Schramm zitierte Satz aus dem 3. Buch Moses Kapitel 19 Vers 18: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, ich bin der Herr“, kann in keiner Weise „im christlichen Sinne umgedeutet“ werden, weil es im Judentum zwar den Schutz des einzelnen Fremden (auf der Wanderschaft beziehungsweise in Not) gibt, aber es gibt nicht die Idee der Feindesliebe und damit einhergehend die Sehnsucht nach Selbstaufgabe, mit der sich die Christen die meiste Zeit ihrer Geschichte auseinandergesetzt haben.

Diese in der Lutherbibel zu findende Passage (3. Moses 19.18) dürfte somit sprachlich krass missverständlich, also ein >>klarer extremer Übersetzungsfehler<< sein.
Denn allenfalls die Goldene Regel („was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“), die Hillel der Ältere als zentrale Figur des Judentums bereits im 1. Jh. v. Chr. zum Ausdruck gebracht haben soll, hat Gültigkeit im Judentum. Im Judentum gibt es aber keine (christliche) Selbstverleugnung, sondern es geht um die Einhaltung der Gesetze, oder, ganz anders ausgedrückt: “Leid wird im Christentum positiv als Prüfung umgedeutet”, im Judentum ist “Leid immer eine Strafe für die Missachtung von Gesetzen” (die Gesetze sind die Regeln und Vorschriften, die äußerlich zu beachten sind):

Leid ist christlich verstanden “eine Kontaktaufnahme”, “eine Zuwendung”, “eine Prüfung” und sogar “Teil der Liebe Gottes“: Die Erfahrung einer besonderen Gottesnähe inmitten von Leid ist millionenfach bezeugt — Leid ist jüdisch dagegen stets der “Beweis der Abwendung” und der “Strafe Gottes“ (und sonst nichts).

Beide Vorstellungen schließen sich gegenseitig aus, und, wie heute leider üblich, so zu tun als könne beides (zugleich) „als identisch“ gedacht werden und zeitgleich gültig sein, ist logischer Unfug, also dummes Zeug, und zudem theologisch Häresie und lebensweltlich eine LÜGE, neudeutsch: eine FAKENEWS: Religionen sind „Gedankengebäude“, regelrechte „Denksysteme“, und diese folgen immer ihren spezifischen Grundannahmen und Implikationen und sind deshalb überhaupt nicht als „irgendwie dasselbe“ vermittelbar.

Im Christentum geht es bei der Nächstenliebe um “den Kern der individuellen inneren Gotteserfahrung” oder sogar um “den Ankerpunkt der eigenen spirituellen und somit auch persönlichen menschlichen Entwicklung”, und in diesem Zusammenhang wird dann auch das Leid anderer zu “einer Anfrage Gottes an den Glauben und an die Seelenverfassung des einzelnen Christen”, und das eigene Leid, das der Helfende (oder ein auch nur demütig lebender Christ) oft genug durch “seine Aufopferung” (oder “Nichtaggressivität”) erfährt, wird ebenfalls “als Teil des Gesprächs mit Gott” verstanden. DER AUSGANGS- UND ENDPUNKT ALLER ÜBERLEGUNG IST >>INNERLICH<< — es geht um SPIRITUALITÄT!

Im Judentum ist die Kernaussage: “Der Nächste ist wie Du”, also hintergehe ihn nicht und erweise ihm Respekt und Zuwendung, und tue in Not das, was durch das Gesetz geboten, erlaubt und möglich ist; verlangt das Gesetz aber Verstoßung oder gar Tötung, dann ist jede Freundlichkeit oder Fürsorge vorbei, das Gesetz, also der Wille des jüdischen Gottes, ist zu vollzogen. DER AUSGANGS- UND ENDPUNKT ALLER ÜBERLEGUNG IST >>ÄUßERLICH<< — es geht um GESETZESFRÖMMIGKEIT!

Genau dies, die unbedingte Gültigkeit der Gesetze und die Notwendigkeit ihrer Einhaltung, zeigt auch die Geschichte vom barmherzigen Samariter, die den meisten Christen aus dem Neuen Testament gut bekannt sein dürfte.

Denn entgegen dem heutigen europäischen Eindruck handelt der Levit und erst recht der Priester keineswegs kaltherzig, wenn sie auf ihrem Weg zum Tempel in Jerusalem einen schwerverwundeten Mann halbtot liegenlassen. Vielmehr müssen sie sich gemäß der Gesetze koscher, also religiös rein halten, und dafür ist ihnen jeder Kontakt mit Blut, mit Sterben oder gar mit Toten verboten (z. B. 3. Buch Moses Kapitel 21 usw.).

Der Mann aus Samaria, der Samariter, muss sich an diese Gebote der Juden von Jerusalem, die auf dem Berg Moriah opferten, aber nicht halten, für ihn gelten diese Gesetze nicht, weil er einer viel älteren jüdischen Tradition angehört, auch heute gibt es noch Nachfahren dieser auf dem Berg Garazim opfernden Juden im Westjordanland im Palästinensergebiet in der Nähe von Nablus.

Diese ganz andere jüdische Theologie, die wir heute als Judentum kennen, entstand aus dem Umstand, dass die Juden von Jerusalem im 6. Jh. v. Chr. in Teilen in die babylonische Gefangenschaft verschleppt worden waren. Dort wurden sie von Persern befreit, und die sehr innovative Religion der Perser, sie verehrten in einer reinen Flamme den Gott Ahura Mazda (heute als Parsenreligion bezeichnet), inspirierte die Juden zu einer fundamentalen Weiterentwicklung und Veränderung ihrer Religion, das uns bekannte Judentum entstand erst durch die Konfrontation der Juden mit den Persern in Babylon, und die für das Judentum charakteristische Gesetzesfrömmigkeit wurde nach Christus im pharisäischen und schließlich rabbinischen Judentum sogar noch intensiviert und extrem ausgeweitet (die Formulierung dazu lautet: „einen Zaun um das Gesetz machen“, also sicherheitshalber alle Gebote in ihrer Befolgung übertreiben).

Die christlichen Liebesideale, die immer die Selbstaufgabe im Visier hatten, haben mit dem jüdischen Denken also überhaupt gar nichts zu tun, weil >eine exakte Gesetzesbefolgung bei den Juden< und >eine sentimentale, mystische unpräzise Handlungsdoktrin der Nächstenliebe bei den Christen< nicht als dasselbe gedacht, unterstellt oder auch nur fantasiert werden kann, und deshalb sollte man auf jüdischer Seite von missverständlichen Ansprachen auch Abstand nehmen.

Denn es besteht andernfalls die Gefahr, dass „die erwähnten Reden“, „diese Schattentheater“, bei denen mittels Begriffen, bestimmten Behauptungen und regelrechten Posen „ein Gefühl des Rechthabens suggeriert werden soll“, dass diese missverständlichen Reden nur zur Verwirrung beitragen und, wenn man so will, mittelbar sogar zur Volksverhetzung führen, und inhaltlich wird weder das geistesgeschichtlich tatsächliche Geschehen erkennbar gemacht noch irgend ein Beitrag zur Gegenwart geleistet.

„Geleistet“, lebensweltlich wirksam gemacht und erbracht durch diesen Missbrauch wird lediglich „Hass und Hetze gegen die AfD“, und somit wird genau das Gegenteil dessen getan, was vordergründig behauptet wurde.

Aber in Deutschland sollten weder die Lutheraner, genauer die heutigen lutherfernen Neo-Lutheraner (offizielle Selbstbezeichnung: EKD), noch irgendeine jüdische Gruppierung Volksverhetzung und Hass und Hetze betreiben oder auch nur betreiben dürfen!

Ich denke, dass dieser Beitrag verständlich war und beachtet werden sollte.

PS:

Die im 6. Jh. v. Chr. in Babylon gefangen gehaltenen Juden waren Geiseln, die sicherstellen sollten, dass vom fernen Jerusalem keine offenen oder heimtückischen Feindseligkeiten ausgehen. Im Falle eines Kriegsausbruchs von judäischer Seite hätte man die in Ghettos lebenden Juden in Babylon hingerichtet.

In exakt gleicher Weise verstand HITLER die Juden in Deutschland, er hatte dies in seiner Rede im Sportpalast am 31.01.1939 unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Das „Weltjudentum“, das er in Amerika und in Russland vermutete, würde, so seine wirklichkeitsfremde Vorstellung, dafür sorgen, dass die Amerikaner nicht in den Krieg eintreten. HITLER wusste nicht, dass es „das Weltjudentum gemäß seiner Vorstellung” gar nicht gab, und nach dem Kriegseintritt der Amerikaner vollzog HITLER die 1939 angedrohte Tötung seiner jüdischen Geiseln. Davor, also vor Beginn der großen Kriege, wollte HITLER die Juden nur loswerden, sogar die Ausreise aller deutschen Juden nach Madagaskar war versucht worden, weltweit bot HITLER die deutschen Juden vergeblich an, und, wichtig dabei, >einen Tötungsplan der Juden von Anfang an gab es eben nicht<! Auch in „Mein Kampf“ ist nichts von der Ermordung aller Juden oder gar von „der Endlösung der Judenfrage“ zu lesen.

Auch diese Sachverhalte, die jeder Politiker wider besseren Wissens regelmäßig falsch darstellt, sollten endlich wahrheitsgemäß vorgetragen werden.


Link zur Veröffentlichung:
https://medium.com/@dr.phil.martinhilpert/die-moral-der-juden-und-die-der-lutherfernen-neo-lutheraner-in-deutschland-sind-unvereinbar-5abb48fcc4d


Link zum Backup:
 https://docs.google.com/document/d/1_LwMAjHD0v_3l0SX93dY0KKrmNBUdUxzipo7ZZqA7pE/edit#

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